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Neues Sortiment mit deutlich gerechteren Preisen


Liebe Cecis-Kenner, gerechte Genießer, Kunden und solche, die es werden wollen!

„Mit brennender Sorge“ und leichter Verspätung reagieren wir damit auf drastische Veränderungen am Weltkaffeemarkt.

15 Jahre lang konnten wir unsere vier Mischungen Martí, Mundo, N°3 und den Espresso Iguanita in hoher Qualität zu moderaten Preisen anbieten. Diese Preise passten gut ins Spektrum, zumal wir sie nie erhöht haben, waren aber nicht gerecht, wie das „Consortium für gerechten und schmackhaften Café“ das irgendwann einmal mit eigenen Importen erreichen wollte – und will, sondern lediglich fair, weil sie auf den Preisen basierten, die die gepa als unser Haupt-Rohkaffeeimporteur an die Produzenten und uns selbst weitergab.

Auch für uns selbst waren sie nicht ganz gerecht, da sie kaum die Mühe widerspiegeln, die eine sehr kleine Vertriebsorganisation mit solch hochwertigem Kaffee hat.

Nun haben sich die Weltmarktpreise für Kaffee in den vergangenen Monaten mehr als verdoppelt und sind jetzt immer noch zweimal so hoch, wie der Grundpreis des fairen Handels. Sie erreichen damit unser Ziel der Gerechtigkeit schon viel besser – jedenfalls dann, wenn sie an die Handelspartner der Weltläden und an andere Kleinbauerngenossenschaften gelangen. (Den Großkonzernen und ihren fragwürdigen Partnern in den Kaffeeanbauländern sollte man diese Preise nicht gönnen, da sie das Geld nicht an diejenigen weitergeben, die die eigentliche Arbeit leisten, eine intensive Arbeit, die mit Anbau und Pflege der Pflanzen, Pflücken und Verarbeiten ungefähr drei Stunden je Kilogramm Arabica beträgt.) Ein gerechter Preis, einer, bei dem uns selbst die Arbeit als Kaffeepflanzer Freude und eine gute europäische Lebensqualität bescheren würde, ist noch etwas höher und führt zu einem Kaffeepreis von 27 € je Kilogramm, 13,50 € je Pfund oder 6,85 € je 250 g- Päckchen.

Und da wollen wir von Cecis in nicht allzu ferner Zukunft hin.

Im Moment wurden wir aber von der Hilfe der falschen Leute auf diesem Weg überrascht.

Der Kaffeepreis ist angestiegen, weil jahrelange zu niedrige Preise diejenigen Produzenten vom Kaffeeanbau abgebracht haben, die nicht Partner des fairen Handels waren oder Sonderpreise für Spitzenqualitäten erzielten. Er ist von knapp 100 auf zeitweise über 300 US-Dollar gestiegen – und damit von 20 Dollar unter dem fairen Mindestpreis auf 180 Dollar darüber, weil Spekulanten, die auf dem Immobilienmarkt das Weite suchten, die Warenmärkte für sich wieder neu entdeckt haben, und dort mit billigem Geld die Preise treiben.

So erreichen die falschen Leute das Richtige – und wir müssen reagieren, statt vorausschauend zu agieren.

Einerseits erhöhen wir unsere Preise gern, weil das für Gerechtigkeit und Geschmack angemessen ist. Wir erhöhen sie aber ungern, weil wir von einer Entwicklung dazu gezwungen sind, die von Leuten betrieben wird, die überhaupt nicht genug von Kaffee verstehen und sehr überrascht wären, wenn sie die Tausende von Säcken Rohkaffee, mit denen sie spekulieren, plötzlich vor ihrer Tür finden würden.


Wir verändern unsere Preisstruktur


Martí wurde als preiswerter Bürokaffee, als der er gedacht war, mit niedrigen Preisen gefördert, N° 3 und Iguanita kosteten weitaus weniger, als sie auf dem normalen Markt wert waren – zumal wir sie nach und nach zu Biokaffees weiter entwickelt haben. Wir würden gerne alle diese Preise um moderate 15% anpassen, aber das reicht leider nicht. Vergessen Sie also die alten Preise und gewöhnen Sie sich bitte an die folgenden:

Jede 5kg-Kiste Cecis kostet für Wiederverkäufer und für unsere bisherigen Kunden 90,50 € – umgerechnet 0,13407 € je Tasse oder 9,05 € das Pfund (inclusive Mehrwertsteuer zuzüglich 50% der anfallenden Fracht).
Für Mindermengen / Einzelbeutel gelten künftig die Preise, die ein Kleinröster für Kaffees in Cecis-Qualität nehmen würde (s. Button "Cecis-Vertrieb, links)

Das gilt für N° 3, N° 3.1, Iguanita, Zanatito und auch für Martí, der mit dem richtigen Wasser fast die gleichen Qualitäten entfaltet wie N° 3.

Mundo läuft als Sorte aus, da ein „Kaffee für Teetrinker“ nach unseren eigenen Vorstellungen nicht zu den derzeit erforderlichen Preisen dauerhaft erfolgreich „zu Markte getragen“ werden kann.

Sie erhalten die Kisten der letzten Charge Mundo ab sofort noch für 85 € (zzgl. 50% der anfallenden Fracht) - solange der Vorrat reicht.

Wir haben uns vorgenommen, durch einen Nachfolger mit höherem Robusta- oder Liberica-Anteil einen Kaffee zu er-schaffen, der gerecht und nicht allzu teuer ist, denn Robusta und Liberica lassen sich mit weniger Arbeit gewinnen als die aufwendigen Arabica-Rohkaffees.


Zanatito: Neue Espresso-Komposition

An einer Stelle ist es uns gelungen, aus der Markt-Not eine edle Tugend zu machen:

Wir erweitern unser Espresso-Sortiment um den reinen Bio-Arabica-Espresso „Zanatito“: Details auf der Seite "Kleine Kaffeekunde" (Button links)

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Neuer Kaffee eingetroffen (Archiv)

Vom Strauch bis in die Tasse...

ist es ein langer und gelegentlich auch mühsamer Weg.

Ein wenig dieser Mühsal haben unsere Kunden in den letzten Monaten zu spüren bekommen (und meistensteils geduldig ertragen, vielen Dank dafür!): Die Lieferungen unseres Bohnenkaffees kamen zuletzt nicht mit der gewohnten Pünktlichkeit. Das lag nicht an unserem Röster Franz Niehoff in Gronau, noch an den Mitarbeitern unseres Versandes in Hude, sondern tiefer - oder weiter weg: Die Rohkaffeelieferungen kamen vorübergehend unregelmässig.

Die Produzenten unserer Rohkaffees leben und arbeiten in Tanzania, Kenia, Guatemala, Brasilien, Nicaragua, Costa Rica und erzeugen dort erstklassige Arabica-Kaffees sowie in Indien den Bio-Robusta, der in geringen Mengen auch in unseren Mischungen Verwendung findet und noch besser mundet, als der Robusta, den wir bisher verwendet haben. Aber die sind - bei aller Einsatzfreude und Erfahrung - mindestens ebenso witterungsabhängig wie unsere Landwirte, was in diesem Jahr zu Produktionsausfällen und dadurch zur Verzögerung der Lieferung beim tanzanischen Kaffee geführt hat.

Ausserdem plant CECIS seit seiner Gründung, den Rohkaffee selbst zu importieren, doch noch sind wir nicht so weit, dass wir schon einen Container von 17,5 t einer einzelnen Rohkaffeesorte bräuchten. Dementsprechend beziehen wir unseren Kaffee über die Gepa. Die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt ist den Kaffeeproduzenten schon seit den 70er Jahren ein verlässlicher Partner und beliefert seitdem nicht nur Weltläden, Supermärkte, Mensen und Cafeterien mit fair gehandelten Röstkaffees, sondern auch kleinere Firmen wie uns mit Rohkaffees für eigene Mischungen.

Aber die Gepa hat in diesem Jahr ihre Lagerhaltung für Rohkaffee umgestellt, und das hat ebenfalls zur Verzögerung der Lieferung geführt. Zum Glück haben das unsere Kunden nicht zu einer indirekten "Boston Tea Party" d.h. fluchtartigem Umschwenken auf andere Heissgetränke genutzt. Kaffee ist - was eine der Gründe für die Existenz von CECIS und Antrieb für unser Handeln ist, ein Produkt zwischen Gerechtigkeit und Genuss.

Wir bemühen uns, unsere Kunden mit dem Geschmack der CECIS - Kaffees zu erfreuen - aber eben nicht so zu verwöhnen, dass ihnen ausser dem Aroma alles andere egal wird. Doch auch der gerechteste Genießer kann nur begrenzt auf die (Nicht) Liefer-Probe gestellt werden...

Wir sind zuversichtlich, dass die Lieferschwierigkeiten für dieses Jahr überwunden sind, und freuen uns, Ihnen irgendwann in den nächsten Jahren mitteilen zu können: "Erste Container für CECIS direkt in Bremerhaven eingetroffen! Ein paar Tonnen Bohnen bald reif für die Mühle...."

 

PS: Der indische Robusta aus ökologischem Anbau ersetzt ab sofort alle bisherigen Robusta-Sorten in unseren Mischung (und bindet einen dritten Kontinent in unsere Kaffees ein). Wir sind überzeugt, damit unsere Kaffees noch weiter zu verbessern. Egal wie begeistert Sie selbst von der Neuerung sind (manchmal kommt trotz allem der alte Kaffee mit dem örtlichen Wasser besser heraus als der neue - wir hoffen aber, die Unterschiede sind insgesamt sehr zum Vergnügen Ihres Gaumens) - lassen Sie es uns wissen.

Qui sapit vere omina, is est vere sapiens...

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Cecis - Was ist das? (Archiv)

 "Cecis" ist ein Akrostichon und steht für "Consórcio europeo de café justo y saboroso", auf deutsch: "Europäisches Konsortium für gerechten und schmackhaften Kaffee". 1.jpg (11678 Byte)Wir haben dem Namen die spanische Sprache zugrundegelegt, weil diese - neben Portugiesisch - eine der Hauptsprachen in Lateinamerika ist. Immerhin ist Süd- und Mittelamerika eine der größten Kaffeeanbauzonen der Welt, insgesamt wird Kaffee rund um den Äquator in über 70 Ländern angebaut. (Und außerdem ist "Ekgsk" bei weitem nicht so klangschön wie "Cecis"...)

Das Konsortium besteht seit 1995. Es setzt sich derzeit zusammen aus fünf Familien, alle christlich engagiert, alle am Fairen Handel interessiert und korporative Mitglieder bei TRANSFAIR und gepa, alle leidenschaftliche Kaffeegenießer und z.T. (dieser Anteil wächst und wächst und wächst...) Kaffeekenner, kann doch ein Konsorte sogar berufliche Erfahrungen im Alternativen Weltkaffee-Geschehen/Geschäft einbringen. Das Konsortium als "europäisch" einzustufen, mag auf den ersten Blick ein wenig hochtrabend erscheinen, stammen doch alle derzeitigen Konsorten aus Deutschland (von Frankfurt bis Hude, vom Rhein bis ins Sauerland), verdeutlicht aber die Einsicht, dass die geschichtlich entstandenen, ungerechten Strukturen national nicht zu überwinden sind.

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Welche Ziele verfolgt Cecis ? (Archiv)

Überlegungen, die zur Gründung des Konsortiums geführt haben waren: Geschmack und Gerechtigkeit sind zwei Seiten ein und derselben Münze! Aber wie ist zu verdeutlichen, dass diese Münze wertvoller ist als (alle) andere(n)? Vielleicht, indem wir zunächst drei Grundsätze formulieren:

  1. Das derzeitige Geschehen auf dem Weltmarkt ist ungerecht und gehört abgeschafft!
  2. Die Abschaffung dieser Ungerechtigkeit und die Neuschaffung gerechter Strukturen und Beziehungen ist möglich und kann zu unseren Lebzeiten – zumindest anfanghaft - erfolgen!
  3. Die Mühen, die wir dafür in Kauf nehmen, bereichern in jeder Hinsicht unser Leben!

Die Mitglieder des Kaffee-Konsortiums sind Familien, die sehr viel Freude am Kaffee haben.2l.jpg (16362 Byte) Wir wollen einen Kaffee trinken, der ebenso gerecht wie geschmackvoll ist. Wir lehnen es ab, uns auf Kosten der Armen verwöhnen zu lassen. Wir wollen einen Kaffee genießen, bei dem man sich nicht mit dem Gedanken an die Gerechtigkeit über den Geschmack hinwegtrösten muss.

Kaffee ist ein Genussmittel. Unser eigener Genuss wird dadurch gesteigert, dass wir unseren Kaffee in allen Schritten nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten, so dass er Ausdruck und Element unserer persönlichen Lebensqualität wird. Den Import gewährleistet dabei bislang noch die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt für die meisten unserer Rohkaffees. Wir wollen aber möglichst bald auch eigene Container importieren und so unseren Einfluss "vom Strauch bis in die Tasse" geltend machen. Das macht Mühe. Und das macht Freude. Und das schmeckt uns unglaublich gut.

Das Konsortium ist offen für neue Mitglieder und vor allem für stille Beteiligungen (ab 250,00 DM). Wir führen außerdem Schulungen durch und werden gelegentlich Reisen zu den Kaffeeproduzenten organisieren. Wenn Sie mehr wollen, z.B., mitmachen möchten, lernen, wie man guten Kaffee verkauft oder Hilfe suchen bei der Gründung eines eigenen Geschäftes in dem schönen Lebensbereich zwischen Genuss und Gerechtigkeit – wenden Sie sich an uns.

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Wie geht es weiter? (Archiv)

Der Ansatz unserer Arbeit ist natürlich bei weitem noch nicht ausgereift, wir arbeiten daran. Die These: "Wir wollen Kaffee verkaufen - (fast) alle anderen müssen" unterstreicht das Bestreben, die Qualität unseres Kaffees nicht für höheren Umsatz anzutasten. Aber: würden nur 1000 Familien ihren Jahresbedarf an Kaffee mit Cecis-Kaffee decken, könnten wir einen Container Rohkaffee auf eigene Rechnung importieren. Bei einer Größenordnung von 6000 Familien wäre der gesamte Rohkaffeeimport direkt bei den Erzeugern zu beziehen, vielleicht eine eigene Kleinrösterei zu betreiben ... : und hier verschwimmt dann die Grenze zwischen Ausblick und Vision! 15.jpg (13802 Byte)

Inzwischen haben wir die ersten Tonnen gerechten und schmackhaften Kaffee genossen oder genießen lassen, und damit gezeigt, dass wir uns nicht alles gefallen lassen müssen oder dürfen. Und wenn uns nicht die gerechte Qualität angeboten wird, die wir zu einem menschlich verantworteten, und somit auch im christlichen Sinne einfachen Leben brauchen, dann machen wir sie eben selber. Das ist gerade beim Kaffee ziemlich einfach - wenn man gelernt hat, wie. Natürlich gilt man unter einem Container pro Jahr (eben 1000 Familien ...) nichts, aber danach bestehen die Unterschiede zu den Großkonzernen nur noch in der Qualität unseres Kaffees einerseits (besser) und der Qualität und dem Aufwand ihrer Werbung andererseits (höher). Der Rest ist relativ.

Wir wissen: Bis zur Eroberung des Weltkaffeemarktes ist es ein weiter Weg, aber auch er beginnt mit einem kleinen Schritt. Damit wir weit darauf vorankommen, ist für uns ein neues Verständnis bei unseren Freunden und Kunden wichtig: Alle Firmen stehen still, wenn Dein Portemonnaie es will.

Das Auto ist bei weitem nur das drittwichtigste Fahrzeug auf der Welt.
Davor kommen die Fahrräder.
Und noch davor die Einkaufswagen!

 

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